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Treffen mit unseren Erasmuspartnern in Patras (Griechenland) im Oktober 2018/Meeting our Erasmus+ partners in Patras/Greece in October 2018 (Deutsch/English)

Von 14. Oktober bis 20. Oktober 2018 fand das Treffen der sechs Partnerschulen des Erasmusprojektes „With and for refugees“ in Griechenland statt.

 

Frau Pausch, Herr Namislo und die Schülerinnen Anna Lermer (9c) und Sandra Held (10c) nahmen an dieser Exkursion teil.

Montag:

Am Montag wurden wir herzlichst von unserer Gastgeberschule, dem 13. Gymnasium Patras, willkommen geheißen. Die gesamte Schule war in der Aula versammelt, um uns zu begrüßen. Theaterdarbietungen, musikalische Beiträge und Ansprachen wurden zum Besten gegeben. Und natürlich durfte ein gemeinsamer Syrtaki am Schluss nicht fehlen.

Am Abend lernten wir die N.G.O. „Praksis“ kennen, die sich vor allem um minderjährige Flüchtlinge kümmert. Hier durften wir auch mit Flüchtlingskindern sprechen, die von „Praksis“ betreut werden und ein Plakat gemeinsam gestalten. Der Austausch war sehr eindrucksvoll.

Dienstag:

Am Dienstag wurden alle Teilnehmer des Projektes vom Bürgermeister der Stadt Patras empfangen. Themen waren auch hier natürlich die Flüchtlingssituation für Patras, als auch die Wirtschaftskrise, unter der das Land seit fast zehn Jahren leidet. Danach folge eine Stadtführung durch das schöne Patras.

Am Abend erwarteten uns Theaterpädagogen in der Schule, die auf sehr eindrückliche Art und Weise mit uns nachspielten, was es eigentlich heißt, ein Flüchtling zu sein. Dem einen oder anderen blieb danach die Sprache weg, als es darum ging, zu beschreiben, wie wir uns dabei fühlten.

Mittwoch:

Am Mittwoch besuchten wir das archäologische Museum von Patras. Hier wurde sehr schnell deutlich, auf welch lange Geschichte Patras zurückblickt. Ehrfürchtig standen wir vor Vasen aus der mykenischen Zeit, die bereits auf 1500 v. Chr. datiert wurden. Am Abend waren wir zu einer Konferenz über Flucht und Fluchtursachen im Auditorium “ Agora Argyri” geladen. Hier sprachen Vertreter aus den verschiedensten Bereichen, sowohl staatlicher als auch nichtstaatlicher Organisationen. Es wurde schnell klar, dass die Wahrnehmung des „Flüchtlingsproblems“ sehr unterschiedlich ist und die eine oder andere Meinungsverschiedenheit trat zu Tage, die diese Konferenz so interessant machte.

Donnerstag:

Am Donnerstag besuchten wir zunächst das Flüchtlingsheim nahe dem Dorf Myrsini im Westen des Peloponnes. Das Flüchtlingscamp entstand aus einer verlassenen Urlaubsanlage. Hier leben vor allem Familien aus Syrien und dem Irak, darunter sehr viele Kinder. Die Anlage machte einen sehr geordneten Eindruck. Wir bekamen die Möglichkeit, mit Flüchtlingen zu sprechen, unsere beiden Schülerinnen lernten einige Kinder kennen und spielten mit ihnen. Bedrückend für viele Familien, so berichteten manche, sind vor allem der jahrelange Wartestatus und die große Unsicherheit, wie es weitergehen soll.

Der Nachmittag war ganz dem Kulturprogramm gewidmet. Wir hatten die wunderbare Gelegenheit den wirklich magischen Ort Olympia zu betreten und über die großen Sportanlagen zu wandern. Wahrlich beeindruckend, welcher Sportgeist schon damals herrschte.

Freitag:

Am Freitag besichtigten die Lehrer die berühmte Burganlage und Hafenstadt Nafpaktos. Hier fand vor fast 500 Jahren die Seeschlacht von Lepanto statt, die den Sieg der christlichen Mittelmeermächte und das Ende der türkischen Vorherrschaft einleitete. Unsere beiden Schülerinnen verbrachten die Zeit mit ihren Gastfamilien.

Samstag:

Am Samstag war es Zeit auf Wiedersehen zu sagen. Kurz vor unserem Abflug in Athen hatten wir noch zwei Stunden Zeit um die Akropolis hoch über den Dächern Athens zu besichtigen. Eine ereignisreiche Woche ging zu Ende, die viele bewegende und emotionale Eindrücke mit sich brachte. Wir erlebten wahre Gastfreundschaft, offene Menschen und großes Engagement für die Belange von Flüchtlingen. Wir freuen uns schon auf Oktober 2019, wenn wir in Obertraubling die gastgebende Schule für unsere Partner sein werden und diese Freundlichkeit und Gastfreundschaft erwidern können.

 

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S. Pausch

 

The 2nd International Project Meeting of the Erasmus+ project “With and for refugees” took place in Greece from 14th to 20th October 2018

Monday

We received a very warm welcome in the auditorium of the hosting school, the 13th Gymnasium of Patras. All the teachers, students and many parents came together and we enjoyed welcoming speeches, music and theater performances and off course danced Sirtaki at the end of the ceremony.

In the evening we met volunteers of the NGO “Praksis”, which takes care mainly of unaccompanied refugees children. We talked to some of the refugee kids and created a poster together. This exchange and contact was very impressive.

Tuesday

We were kindly received by the major of Patras who told us about the special refugee situation in Patras as for many refugees this city is “the gate to the west” because of the ferry connections to Italy.

Later teachers and students together took part in a role play (performed by students of the drama department of University) about fleeing which was so realistic and breathtaking that it made deep impact on us. We were able to feel the fear, the arbitrariness and the complete impossibility of making own decisions from a certain stage of the flight on.

Wednesday

Visiting the Archeological Museum in Patras gave us an insight into the extraordinary history of Patras and the surrounding area. We were transferred into the times of the ancient heroes and also the Roman past.

Attending a conference about the Greece refugee situation and the reasons for fleeing we were able to understand the attitudes and needs of the different involved state and non-governmental organizations and also the problems they face.

Thursday

Be drove to the refugee camp in Myrsini, an abandoned tourist resort. Mainly Syrian families are living here, amongst them many children, waiting for their applications for asylum being processed either by Greek authorities or other member states of the EU. Seeing the refugees desperately hoping for a positive and fast decision, considering what they have gone through on their way to Greece was very depressive.

Friday

Pupils stayed together with their host families and participated in an arts workshop at school in the afternoon.

 

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