Das 2. Kompetenztraining der 9. Klassen am 14.1.20 stand erneut unter dem Oberthema „Bewerbertraining“.

Alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen durften am Computer einen berufsspezifischen Einstellungstest durchlaufen und erhielten eine detaillierte Auswertung ihrer Leistungen. Obwohl bereits bekannt war, dass bei Einstellungstests bewusst zu wenig Zeit gegeben wird, um den Bewerber auf Stressresistenz und Durchhaltevermögen zu prüfen, waren viele überrascht über die Fülle der Aufgaben, die in kurzer Zeit zu bewältigen waren. Besonders bei den Kategorien räumliches Vorstellungsvermögen und Allgemeinwissen gaben viele Schülerinnen und Schüler an, noch Probleme zu haben.

Frau Hierl schulte zwei 9. Klassen für anstehende Assessmentcenter. Dabei war die erste Herausforderung nach 5 Minuten Vorbereitungszeit, sich selbst innerhalb von drei Minuten vorzustellen. In der Selbstpräsentation sollten folgende Inhalte enthalten sein: Vorstellung, Lebenslauf, berufliche Ziele, Besonderheiten und private Interessen. Die meisten Schülerinnen und Schüler haben nur weniger als eine Minute sprechen können. Die Referentin gab Tipps, wie die entsprechenden Vorträge verlängert werden könnten. Insbesondere die freiwilligen Betriebspraktika eignen sich für den sinnvollen Ausbau der Selbstvorstellung. Die zweite Herausforderung war eine sogenannte Postkorbübung, bei der die Schülerinnen und Schüler eine Fülle von Emails bzw. Terminen sinnvoll verarbeiten mussten.  Aufgaben mussten nach Priorität geordnet oder delegiert werden, außerdem mussten Abgabetermine beachtet werden. Bei dieser Übung wird primär das Entscheidungsverhalten, das Verhalten in Stresssituationen und die Fähigkeit, strukturiert zu arbeiten, abgeprüft. Bei der dritten und letzten Herausforderung wurde die Team- und Führungsfähigkeit in Augenschein genommen. Die Schülerinnen und Schüler sollten in Gruppen ein Marketingkonzept für eine vegane Pizza entwerfen. Schnell zeigte sich schon bei der Namenswahl für die Pizza, dass auch die Zusammenarbeit im Team gelernt sein will.

Frau Wagner prüfte nochmals eine Klasse auf Herz und Nieren zur Bewerbung und zum Vorstellungsgespräch. Dabei betonte sie nochmal die Bedeutung der absolvierten freiwilligen Betriebspraktika für den zukünftigen Arbeitgeber. Der durchschnittliche zukünftige Auszubildende sollte in etwa 2-4 Betriebspraktika absolvieren, um einen guten Einblick in verschiedene Berufe zu bekommen. Lange Diskussionen lösten auch das Deckblatt, das Anschreiben und der Lebenslauf aus. Hierzu bekamen die Schülerinnen und Schüler nochmal hilfreiche Tipps und Tricks aus der Praxis.

Herzlichen Dank an alle Referenten, die sich mit viel Engagement in unser 2. Kompetenztraining eingebracht haben. Der Blick einer Person, die selbst Auszubildende auswählt, ist für die Schülerinnen und Schüler sehr gewinnbringend und eine gute Abwechslung zum normalen Unterrichtsalltag.

 

Stephanie Schneidt-Schindler