"Ist die Milliardengrenze an Nutzern weltweit schon erreicht? Wisst ihr, dass die Hälfte aller Internetnutzer in Deutschland schon mitmacht? 26 Millionen Menschen? Seid ihr 26 von ihnen?"

Diese Fragen und viele mehr standen am Mittwochmorgen des 19. Februars im Mittelpunkt des Workshops zum Safer Internet Day 2014. "Es geht in unserem Workshop um Facebook. Darum, wie es funktioniert und wie man mit seinen Daten vorsichtig umgeht", erklärten Herr Meier und Frau Lang, zwei Studenten des Lehrstuhls für Medienpädagogik der Universität Regensburg, vorab.

Warum ist alle Welt auf Facebook? Facebook ist das Internet im Internet, heißt es oftmals. Es ist plötzlich etwas Begreifbares geworden. Jeder darf mitmachen und jeder erhält einen Einblick in die "Welten der anderen". Wenn man genauer darüber nachdenkt, weiß man, dass man vielleicht auch sein eigenes Leben postet, seine eigene "Lebenswelt" also.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 d untersuchten an diesem Morgen verschiedene Profile, deckten mögliche Gefahrenquellen auf und schnell wurde ihnen klar, dass ihnen leichtfertig gepostete Bilder oder Einträge, die der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, irgendwann zum Verhängnis werden können: "Sie verfolgen euch sehr lange. Einmal im Netz, immer im Netz – natürlich gibt es Ausnahmen. Aber künftige Arbeitgeber checken eure Profile und prüfen, ob negative Einträge vorhanden sind. Auch Stalkern kann Tür und Tor geöffnet werden", fasst Michael Maier zusammen.

Die beiden Referenten informierten die Jugendlichen mit kurzen Videos auch über Profile, die als Cybermobbing-Plattformen genutzt wurden, über kostspielige Einladungen zu Facebookpartys und über den Umgang mit unseren persönlichen Daten.

Die Motivation von Facebook ist ganz einfach: Sie wollen mit dem Wissen über uns Geld verdienen und tun dies auch und zwar sehr erfolgreich. Ihr Erfolg ist es, den Menschen eine gut organisierte Plattform zu geben, auf der sie all das preisgeben können, was sie möchten - und was sie vielleicht auch nicht oder nicht für immer möchten. Es ist ein Milliardengeschäft, das ursprünglich mit einer Frage begann: Willst du mit mir befreundet sein?

Herzlichen Dank an die beiden Referenten, Frau Lang und Herrn Maier, für die interessanten Einblicke in die Welt(en) der sozialen Netzwerke!

Alexandra Hammerl