Ein Schwandorfer erhält durch eine Schüleraktion einen Elektrorollstuhl. Und die Initiatoren erfahren, was alles möglich ist.
von Michael Jaumann, MZ (erschienen am 28.06.2017)

Lukas Zilch

Lukas Zilch berührt. Das war etwa bei den Chor-Mädchen der 6. Klasse der Realschule Obertraubling deutlich zu erkennen, die den Schwandorfer, der ein Leben mit Cerebralparese meistert, jetzt bei einer Feierstunde in der Schule in seinem Rollstuhl das erste Mal erleben konnten. Der 27-Jährige beeindruckt - vermittelt durch Konrektor Bernd Namislo - seit einigen Jahren auch die Abschlussklassen der Realschule. Denen gibt er ein Beispiel, was man im Leben alles erreichen kann, auch wenn man durch eine Behinderung eingeschränkt ist.

Lukas Zilch ist schwer körperbehindert. Wegen einer Bewegungsstörung braucht er Hilfe beim Anziehen, Essen und Trinken. Er kann sich ohne Gehhilfe kaum bewegen, spricht schwer verständlich, hat kaum Kontrolle über seine Mimik und irritiert Fremde durch seine unwillkürlichen Bewegungen. Er ist aber geistig topfit, arbeitet Teilzeit im Büro, gibt eine kleine Zeitung heraus, schwimmt, fotografiert und komponiert Musik am Computer.

Eine spontane Hilfsaktion

Und er gibt gerne jungen Leuten weiter, wie man trotz Einschränkungen sein Leben meistern, Hürden überwinden und dabei fröhlich sein kann. Damit hat er auch die Klasse 10 d der Realschule berührt. Angeregt von Julia Podufalski, beschloss eine Gruppe von einem Dutzend Schülern, Lukas Zilch zu mehr Selbstständigkeit zu verhelfen. Ein Elektrorollstuhl sollte den alten Rollstuhl ersetzen, in dem Zilch seit 15 Jahren sitzt. Einen neuen Rollstuhl hat ihm die Kasse mit der Begründung verweigert, ein Rollator tue es auch.

Den vollständigen Artikel kann man auf der Webseite der MZ hier nachlesen: http://tinyurl.com/ydb76awg