Lange bevor die Realschüler über ihren Abschlussprüfungen schwitzen, steht ihnen Stress ganz anderer Art ins Haus – das Wählen eines geeigneten Berufes und das Finden einer Lehrstelle. Um den Schülern die Arbeitswelt näher zu bringen und damit auch die Auswahl zu erleichtern, veranstaltete die Realschule Obertraubling am 01.02.2018 einen Berufsinformationsabend speziell für die Neuntklässler und deren Eltern, denn wer sich für einen bestimmten Beruf entscheiden will, muss frühzeitig Praktika machen und sich bis zu eineinhalb Jahre vorher auf den Traumausbildungsplatz bewerben.

So konnte Realschuldirektorin Monika Müller-Sperl rund 200 Teilnehmer begrüßen und ihnen einen informativen Abend wünschen. Drei Vorträge von fünfzehn Vertretern der für Realschüler typischen Ausbildungsrichtungen und der Fachoberschule konnten besucht werden. Die Referenten berichteten über ihre Lehrbetriebe und boten Informationen aus erster Hand über die Voraussetzungen die der Lehrling mitbringen sollte, das Bewerberverfahren, über den Ausbildungsverlauf bis hin zum Lehrlingsgehalt und den Möglichkeiten im Anschluss an die Lehre.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Unternehmen, sie alle haben den Abend zu einer gewinnbringenden Veranstaltung werden lassen: FOS/BOS, BMW AG, Krones AG, Berufsfachschule für Krankenpflege, AOK, Polizei, Fremdsprachenschule, Brillux, Autohaus Dressler, Sparkasse Regensburg, Siemens AG, Handwerkskammer, Fachschule für Heilerziehungspflege, Finanzamt und Berufliche Schulen Eckert.

Über besonders großen Zulauf konnte sich der Beratungslehrer der Fachoberschule Regensburg freuen, wird doch über seine Institution dem Realschüler der Weg zur akademischen Bildung geebnet. Er warnte aber auch vor den enormen Anforderungen an der Fachoberschule, denen viele Realschüler schon im ersten Schulhalbjahr nicht gewachsen sind.

Übereinstimmend betonten alle Referenten, dass prinzipiell jedem jeder Traumberuf offen stände, vorausgesetzt sie oder er brächte die nötige Motivation und das entsprechende Engagement mit. Viele Schüler hielten entsetzt die Luft an, als über die Bedeutung der Zeugnisnoten für die Bewerbung gesprochen wurde und atmeten danach merklich auf, da zumindest einige der Ausbildungsleiter betonten, dass der persönliche Eindruck immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Schüler, Eltern und Referenten lobten die gelungene Planung und Organisation des Abends, da allen die Gelegenheit gegeben wurde, bei mehreren Referenten Informationen einzuholen und in kleinem Rahmen ohne Scheu alle Fragen an die Ausbilder der Unternehmen zu richten und erste Kontakte zu knüpfen. Manchen ist es sogar gelungen, sich an diesem Abend einen Praktikumsplatz zu ergattern.

Stephanie Schneidt-Schindler