Am 21. April 2018 flogen Frau Müller-Sperl, Kai Lobensteiner (7 a) und Lisa Lin (8 c) voller Freude und Erwartungen nach Zafferana Etnea in Sizilien. Mit unserem Projekt "Kinderrechte" im Koffer konnten wir stolz anreisen. Am Flughafen in Catania holten eine Lehrerin und die Gasteltern uns ab und bis wir uns umdrehten, waren wir schon mitten im Abenteuer.

Die Schüler wurden von den Gasteltern mitgenommen, ich landete in einer Buchvorstellung – auf Italienisch.

Der Sonntag war Anreisetag für alle weiteren Teilnehmer aus Spanien, Portugal, Griechenland und Ungarn. Am Montag startete das abwechslungsreiche Programm.

Monday 23rd April

  • 09.00  Welcoming and tour of the school: Die ganze Schule stand bereit, um uns zu begrüßen. Wir sangen gemeinsam Lieder, tanzten und schwangen blaue Tücher.
  • 10.30 presentation of authors and illustrators
  • 11.15 workshop with the illustrator Fuad Aziz: In diesem Workshop sollten wir uns aus bestimmten Vorlagen Häuser ausdenken. Unsere Ergebnisse sieht man auf den Bildern.
  • 15.00  visit to the Armin Greder exhibition in Zafferana
  • 16.30 "Oltre quel mare. Dialogare per conoscere e accogliere" Conference about refugees: Hier folgten wir einer Gesprächsrunde zum Thema Flüchtlinge.

Tuesday 24th April

  • 9.00 Meeting with the author Erminia dell'Oro
  • 11.00 workshop with the illustrator Armin Greder: Alle Buchillustratoren beschäftigen sich mit dem Thema Flüchtlinge. Die blonde Dame auf dem Foto ist Erminia dell‘ Oro aus Eritrea.
  • 16.00 project meeting: Im Treffen der Projektpartner wurden weitere Termine und Vorhaben besprochen.

Wednesday 25th April

  • 10.00 trip to Taormina

Thursday 26th April

  • 9.00 meeting with the mayor (Bürgermeister)
  • 9.30 excursion on Mount Etna (2.900 mt)
  • 15.00 departure for Catania, visit of the Astalli reception center for refugees: Besuch im Zentrum für Flüchtlinge

Friday 27th April

Visit to the CARA di Mineo, the biggest reception center for refugees in Europe: Besuch im größten Flüchtlingscamp in Europa:

Am Anfang wurden wir über alle Tätigkeiten im Camp von verschiedenen Personen informiert (Leiter des Camps, Ärzte, Psychologen und Betreuer). Ich hatte den Eindruck, dass die Italiener sich sehr bemühen. Alles wirkte friedlich und freundlich. Auch die Flüchtlinge machten einen den Umständen entsprechenden zufriedenen Eindruck. Wir durften durch das Camp gehen und uns umsehen. Allerdings war es uns nicht erlaubt zu fotografieren.

Am Ende des Programms stand ein kleines Projekt zusammen mit einigen Flüchtlingen. Wir bemalten ein weißes Leintuch mit bunten Fingerfarben. Dadurch kamen wir ins Gespräch mit den Flüchtlingen und erfuhren einiges aus ihrem Leben. Ich war sehr beeindruckt von dem, was ich in dem Camp sehen konnte. Man bemüht sich darum, die Flüchtlinge auf ihr Leben vorzubereiten und man behandelt alle menschlich.

Saturday28th April
Departures

Es war eine sehr ereignisreiche, ans Herz gehende, emotionale Woche in Zafferana. Wir erlebten eine herzliche Gastfreundschaft. Das, was wir über Flüchtlinge erfuhren und sahen, rührte uns teilweise zu Tränen. Wir wünschen uns, dass die Welt diese Probleme lösen kann, so dass wir alle zusammen friedlich leben können. Das gelingt aber nur, wenn wir alle zusammen helfen.

Eine Geschichte zum Nachdenken am Ende:

Rettung

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Das Meer tobte und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend am Strand. Als das Unwetter nachließ und der Himmel aufklarte, lagen am Strand unzählige Seesterne, die die Wogen auf den Sand gespült hatten.

Ein kleines Mädchen lief am Wasser entlang, nahm einen Seestern nach dem anderen in die Hand und warf ihn zurück ins Meer. Ein Spaziergänger sah das und sprach das Mädchen an: "Ach, Kleine! Was du da machst, ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Du kannst niemals alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!"

Das Mädchen schaute den Mann an. Dann nahm sie den nächsten Seestern und warf ihn in die Fluten. "Für ihn wird es etwas ändern!"

(aus: Oh! Noch mehr Geschichten für andere Zeiten, Andere Zeiten e. V., Hamburg 2010)

Monika Müller-Sperl