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Wie eine PET-Flasche zum Brikett wird

PET-Flasche oder lieber Mehrwegglasflasche? Labertaler hat sowohl ein Glas-Mehrwegsystem als auch ein PET- Zweiwegsystem. 

Bastian mit einem Ballen aus ca. 500 PET-Flaschen (Foto). Viele Schüler der Klasse 7b aus der Wahlplfichtfächergruppe II hatten bei der Betriebserkundung bei „Labertaler Heil- und Mineralquellen“ dieses Geräusch im Ohr: Man steckt die PET-Flasche in den Leergutautomaten und unter lautem Krachen wird die Flasche zusammengequetscht.

Aber was passiert mit den PET-Flaschen in den Trägern der Mineralbrunnenbetriebe?

Dieser und vielen anderen Fragen ist die Klasse 7b bei ihrer Betriebserkundung der Firma auf den Grund gegangen. „Wir wurden von der Firma zur Besichtigung herzlich empfangen“, erklärt die Lehrkraft Stephanie Schneidt-Schindler. Andrea Singer erzählte uns anfangs über die Herstellung und Entsorgung der PET-Flaschen und stellte den Recyclingkreislauf bildlich dar. Damit wurde den Schülern bewusst, warum sich der Getränkehersteller für dieses System entschieden hat.

„Der Trend geht ganz klar von der Glas- zur leichteren PET-Flasche, das wünscht der Kunde“, so eröffnete Frau Singer die Betriebserkundung. Für die Firma Labertaler ist das Zweiwegsystem aus folgenden Gründen vorteilhaft: Das geringere Gewicht wirkt sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch des gesamten Getränke ausliefernden Fuhrparks aus. Auch der Energieverbrauch der Produktion ist dadurch geringer, da keine Chemikalien zur Reinigung der Flaschen und Aufbereitung des Brauchwassers eingesetzt werden. So schont man hier die Umwelt.

Die Schüler staunten nicht schlecht, als sie die Rückführung der PET-Flaschen erklärt bekommen haben: Das Leergut wird aus den Kästen entnommen und zu Briketts mit ca. 500 Flaschen gepresst. Die Ballen werden in einem Container gesammelt. Eine Recycling-Firma schreddert diese, trennt die verschiedenen Wertstoffe und stellt daraus zu 85 Prozent neue Rohlinge her. Die verbleibenden 15 Prozent Wertstoff finden in der Textilbranche Verwendung. Somit ist der Kreislauf wieder geschlossen.

Dass aber auch Glasflaschen eine Rolle spielen, konnte die Klasse live bei der Abfüllung von Mineralwasser sehen. Pro Stunde werden dort bis zu 50000 Flaschen gereinigt, befüllt, verschlossen, etikettiert und in die Kästen gepackt.

Viele weitere Fakten weckten das Interesse der Jugendlichen: Ein Hochregallager, das auf 11 Etagen Platz für ca. 15000 Paletten bietet. Ein über 5000 Jahre altes Mineralwasser, das aus drei Brunnen gewonnen wird. Sensorgesteuerte Fahrzeuge, die innerhalb der Produktionsstätte bis zu vier Paletten transportieren können.

Ein Gespräch zwischen den Schülern und Frau Singer über das Thema „Ausbildungsberufe bei Labertaler“ rundeten den Vormittag ab. Wir bedanken uns ganz herzlich für die interessante Betriebserkundung, bei der sich jeder Teilnehmer über einen Gratiskasten Labertaler Multischorle freuen durfte.

Zurück in der Schule hatte die Klasse noch 90 Minuten Zeit, die Betriebserkundung Revue passieren zu lassen und mit dem Unterrichtsstoff im Fach Betriebswirtschaftslehre/ Rechnungswesen zu verknüpfen.

 

Stephanie Schneidt-Schindler

 

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