Sea-Eye Gründer Michael Buschheuer an der Realschule Obertraubling

Im Rahmen der Erasmus+-Projektwoche fand am 25.09.2019 in der Aula der Realschule Obertraubling ein Vortrag von Michael Buschheuer von Sea-Eye statt. Alle Schüler der 8. bis 10. Klassen, zahlreiche Lehrkräfte und unsere Erasmus+-Gäste aus Portugal, Griechenland, Italien, Spanien und Ungarn lauschten konzentriert den informativen Worten in Englisch.

Herr Buschheuer berichtete, dass Sea-Eye Flüchtende aus seeuntüchtigen Booten im Mittelmeer rettet. Sie suchen nach schutzlosen Menschen in Seenot und kämpfen gegen den täglichen Verlust von Menschenleben auf See.

Michael Buschheuer gründete 2015 in Regensburg den Verein Sea Eye e. V. Der Verein kaufte den 26 Meter langen, ehemaligen Fischkutter und baute das hochseetaugliche Schiff für die Seenotrettung um. Das Schiff fuhr unter dem Namen Sea-Eye.

Mit dem neuen Schiff ALAN KURDI füllen sie weiterhin eine Lücke in der Seenotrettung auf dem Mittelmeer, um möglichst viele Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Der Schiffsname ist dem syrischen Jungen Alan Kurdi gewidmet, der 2015 auf seiner Flucht im Mittelmeer ertrank. Mit den besten Wünschen seines Vaters trägt das Schiff seinen Namen, um an die Aufgabe von Sea-Eye zu erinnern: Menschenleben retten.

Michael Buschheuer sprach über die Lage und Entwicklung im Mittelmeer sowie anspruchsvolle Einsätze in einem politischen Spannungsfeld und welche Verantwortung wir als Binnenland gegenüber der Situation im Mittelmeer tragen. 

Bei der Suche nach Flüchtlingsbooten im Mittelmeer setzt Sea-Eye künftig auf Satellitenüberwachung. Die Helfer wollen mit Hilfe von Fotos aus dem Weltraum ihre Rettungseinsätze effektiver machen und gleichzeitig möglichen Menschenrechtsverletzungen auf die Spur kommen - "Space-Eye" heißt der neue Verein. "Wir sehen was, was du nicht siehst."

Am Ende appelliert er eindrucksvoll an die Menschenwürde und Humanität.

Text: Müller-Sperl (Schule)
Fotos: Müller-Sperl (Schule)