Schüler der Realschule Obertraubling spenden Stolperstein

Am 08.10.2019 wurde der Stolperstein der Realschule Obertraubling in der Nähe des Museums für Bayerische Geschichte am Hunnenplatz verlegt. Stellvertretend für alle Schüler waren eine 10. Klasse, die Schülersprecher, einige Lehrkräfte und die Schulleiterin Monika Müller-Sperl dabei. Andächtig lauschten die Schüler der Musik, brachten den Stein an der vorgesehenen Stelle an und legten Rosen nieder.

Bereits eine Woche zuvor konnten sie ihren Stein in Händen halten. Herr Fritsch von der Arbeitsgruppe Stolpersteine war in den Unterricht gekommen und hatte den sehr interessierten Schülern vieles zur Geschichte der Stolpersteine und historische Hintergründe zu den Ermordungen nahe gebracht.

Die Idee, einen Stolperstein zu spenden, entstand bei einer Verlegung im April, an dem die Schülersprecher mit der Schulleiterin anwesend waren.

„Unser“ Stolperstein erinnert an Frau Katharina Hübel (geboren am 20.10.1880 in München, ermordet am 6.6.1941 in Hartheim). Frau Hügel wurde Modistin und war später Dienstmädchen. 1927 wurde sie in die psychiatrische Klinik Karthaus/ Prüll aufgenommen. Sie begeisterte sich fürs Malen, mit einer Vorliebe für religiöse Motive. 1941 wurde sie nach Hartheim deportiert und dort ermordet.

 Weitere Stolpersteine wurden für HEINRICH LUTTERBACH (Georgenplatz 2), HERMANN REHBACH (Margaretenstr. 7), ALOIS HARTL (Portnergasse 7), LUDWIG KIERGASSNER (Haaggasse 13), OTTO FORSTER (Gumpelzhaimerstraße 5), MORITZ und SARA HARTMANN (Am Brixener Hof 2) verlegt. Alles war sehr feierlich und besinnlich von der Gruppe des Arbeitskreises vorbereitet worden. Beeindruckt von den Erfahrungen, die wir gemacht hatten, fuhren wir mit dem Zug zurück nach Obertraubling.

Die Initiative der Realschule Obertraubling ist ein weiterer Baustein des Schulprofils. Uns ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler zu weltoffenen, toleranten Menschen, die hinschauen und helfen, zu erziehen.

 

Text: Müller-Sperl (Schule)
Fotos: Müller-Sperl (Schule)