Die Realschule Obertraubling freut sich im September 2018 über den Zuwachs von 2 Studienreferendaren für die Fächer Deutsch und Kunst. Die Junglehrer wurden zunächst von der Seminarleiterin RSDin Frau Monika Müller-Sperl herzlich empfangen und in den 2. Abschnitt der Lehramtsausbildung eingeführt. Während des Referendariats bleiben die Referendarinnen und Referendare zunächst für ein Jahr an unserer Seminarschule und gehen danach für ein Jahr an eine andere Realschule in den sogenannten Einsatz.

Zu den grundsätzlichen Aufgaben dieses Vorbereitungsdienstes gehören die Erweiterung der Kenntnisse im Bereich der Erziehungswissenschaften und der staatsbürgerlichen Bildung sowie in der Didaktik und Methodik der Prüfungsfächer auf der Grundlage des Studiums, ferner die Einführung in die Schulpraxis und in die besonderen Aufgaben einer Realschullehrkraft. An der Seminarschule erfolgen darüber hinaus Hospitationen in den gewählten Fächern, Lehrversuche mit ausführlicher Besprechung, zusammenhängender Unterricht, für den der/die Seminarlehrer/in die Verantwortung trägt, sowie gegebenenfalls eigenverantwortlicher Unterricht der Studienreferendare. Neben dem regulären Unterricht wurden die Studienreferendare auch bei der Organisation und Durchführung von Unterrichtsgängen und Expertengesprächen maßgeblich beteiligt. Vorbereitet und geschult wurden die Referendare auch in Sachen Sprecherziehung und Erste Hilfe. Die Einsicht, dass ein guter Lehrer über vielfältige Kompetenzen verfügen muss, haben die Studienreferendare spätestens nach den mehrfach durchgeführten Einheiten zur Methoden- und Werteerziehung in allen Jahrgangsstufen bekommen.

Das Studienseminar ist sicherlich eine organisatorische Herausforderung für die Schule und hat auch Auswirkungen auf den Schulablauf, z.B. zusätzliche Lehrerwechsel und Prüfungslehrproben. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Vorteile deutlich überwiegen und dass das Studienseminar insgesamt ein großer Gewinn für unsere Schule – für die Schülerinnen und Schüler und auch für die Lehrkräfte – ist. Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare bringen von der Universität den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und auch neue methodische Ideen mit. Sie sind mit den modernen Medien bestens vertraut und haben aufgrund des geringen Altersunterschieds eine größere Nähe zum Denken der Jugendlichen. Zusammen mit den Ratschlägen zur praktischen Umsetzung, die die Seminarlehrkräfte aufgrund ihrer jahrelangen Unterrichtserfahrung den jungen Kolleginnen und Kollegen mitgeben, wird gemeinsam ein Unterricht in einer guten Mischung aus neuen und bewährten Ideen entwickelt. Besonders im ersten Ausbildungsabschnitt besuchen Seminarlehrer häufig den Unterricht ihrer Referendare, besprechen diese Stunden ausführlich mit ihnen und weisen sie auf Möglichkeiten der Optimierung hin. Diese Beobachtungen und Gespräche über die besuchten Stunden sind auch für die Seminar- und Betreuungslehrer sehr bereichernd und bringen ihnen neue Impulse für ihren eigenen Unterricht. Außerdem bleiben sie dadurch immer auf dem Laufenden und im Kontakt mit ihren Klassen. Wenn ein Studienreferendar erkrankt oder aus einem anderen Grund verhindert ist, übernimmt der Seminarlehrer den Unterricht nahtlos, so dass Unterrichtsausfall nur äußerst selten vorkommt. Studienreferendare übernehmen in ihren Klassen im zugelassenen Rahmen auch Vertretungen von erkrankten oder verhinderten Kollegen, so dass der Unterrichtsausfall weiter reduziert wird. Bei Wandertagen, Exkursionen, Klassenfahrten und anderen Schulveranstaltungen stehen Referendare als zusätzliche Begleitpersonen zur Verfügung. Referendare entwickeln (z. B. im Rahmen ihrer schriftlichen Hausarbeit) besondere Unterrichtsprojekte, gestalten Schaukästen oder führen kleine Schülerwettbewerbe durch und bereichern auch dadurch das Schulleben. Der Unterrichtseinsatz des Studienseminars ermöglicht die Teilung von Klassen. Diese Möglichkeit zur Bildung von kleineren Lerngruppen nutzen wir vor allem im ersten Ausbildungsabschnitt und besonders in den Kernfächern.

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Stephanie Schneidt-Schindler